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Willy
Freivogel wurde in Jugoslawien geboren und kam durch Kriegsereignisse
nach Deutschland. Erster Flötenunterricht an der Staatlichen
Hochschule für Musik in Stuttgart bei Willi Glas. Danach zeitweilig
Unterricht bei Prof. Renè Le Roy, Paris.
1954 erste Anstellung beim Landestheater Orchester in Detmold als
stellvertretender Soloflötist und gleichzeitig Weiterstudium
an der Nordwestdeutschen Musikakademie in Detmold bei Professor
H.P. Schmitz. 1959 in gleicher Funktion zum städtischen Orchester
nach Saarbrücken gewechselt und von 1960 bis 1999 als Solo
Piccolobläser im Radiosinfonieorchester in Stuttgart tätig.
Ab dieser Zeit auch zeitweilige Studien bei Prof. Auréle
Nicolet und Prof. André Jaunet. Daneben Weiterbildung bei
3 Sommerkursen von Prof. Marcel Moyse.
Seit
1960 auch ständige solistische Verpflichtungen beim Stuttgarter,
Pforzheimer und Heilbronner Kammerorchester in allen Musikzentren
Europas. Von 1983-1987 auch ständiger Solist beim Kammerorchester
"Les Solistes de Marseille".
Gründungsmitglied
des 1960 entstandenen STUTTGARTER BLÄSERQUINTETTS. Mit diesem
inzwischen international arrivierten Solisten-Ensemble wurde er
1970 internationaler Kammermusikpreisträger in Colmar. Das
Quintett widmet sich aufgeschlossen der Musik unserer Zeit und hat
inzwischen 160 Werke uraufgeführt. Durch die internationale
Agentur Columbia Artist wurde das Quintett zusammen mit Denis Russel
Davis zu vier Tourneen in den renommiertesten Kammermusikzyklen
der USA eingeladen.
1979
war er Gründungsmitglied des DIABELLI TRIOS. Ein Solisten-Trio
von internationalem Rang mit Flöte, Viola und Gitarre. Einladungen
zu Festivals in Spanien, Österreich, Deutschland, Finnland
und den Magreb Ländern, sowie eine USA-Tournee mit 23 Konzerten
beweisen die hochrangige Akzeptanz dieses auch durch seine Besetzung
außergewöhnlichen Ensembles.
Pädagogische
Tätigkeit: Ab 1968 war er sieben Jahre Assistent bei den Meisterkursen
zusammen mit Prof. Renè Le Roy. Danach leitete er regelmäßig
eigene Meisterkurse auch speziell für Kammermusik mit Bläsern
in Deutschland. Ab 1976 war er ständiger Professor der Meisterkurse
beim Internationalen Festival in Cambrils und von 1983-86 auch Professor
der Internationalen Kammermusikkurse in Andorra. Es schlossen sich
3 Meisterkurse beim Internationalen Musikfestival in Pamplona an.
Einladungen zu Meisterkursen in Barcelona, der Musikhochschule Valencia
und der Hochschule für Musik Helsinki folgten. Seit 1990 auch
ständiger Professor bei den Meisterkursen in Sagunto
Die
musikalische Vielfältigkeit dokumentieren 290 Uraufführungen,
über 60 CDs, 30 solistische Fernsehauftritte, unzählige
Rundfunkproduktionen weltweit und seine Dirigententätigkeit
seit 1979 mit der PHILHARMONISCHEN BLÄSERVEREINIGUNG STUTTGART.
1990 erhielt er den Johann-Wenzel-Stamitz-Preis als Interpret.
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